Gedenkfeier an die Sendlinger Mordweihnacht von 1705

Bei kaltem, aber trockenen Wetter trafen sich auch dieses Jahr wieder die Trachtenvereine des Isargaus mit insgesamt 21 Fahnenabordnungen, allen voran die Standarte des Isargaus, um den alljährlichen Abschluss des Trachtenjahres 2025 mit der Gedenkfeier des Trachtenvereins Schmied-von-Kochel an die Sendlinger Mordweihnacht von 1705, zu begehen und zu beenden.

Treffpunkt war wie immer um 09.00 Uhr in der Gaststätte „Tannengarten“.

Unser 1. Vorstand Andreas Reich begrüßte dort alle Trachtler, sowie die Landtagsabgeordnete Demirel Gülseren, den Vertreter der Stadt München, Herrn Stadtrat Alexander Reissl, die Bezirksrätin von Oberbayern Helga Hügenell, den Vorsitzenden des Bezirksausschusses 6 München-Sendling, Herrn Markus Lutz mit Ausschussmitgliedern und unseren neuen Isargauvorstand Christoph Hauptvogel, ebenfalls mit weiteren Ausschussmitgliedern des Isargaus.

Nach dem traditionellen Weißwurstfrühstück machte man sich gemeinsam, in Begleitung der Aubinger Blaskapelle, „geordnet“ auf den Weg zur Kirche St. Margaret, um dort die Jahrtagsmesse mit Pfarrer Franz Frank zu feiern.

Der Gottesdienst wurde wieder begleitet vom Hachingtaler Dreigesang, die die Bauernmesse von Annette Thoma in bewährter Weise aufführten. Zum Abschluss der Messe erklang von der Kirchenorgel her traditionell die Bayernhymne „Gott mit Dir, Du Land der Bayern“, die alle zum Mitsingen einlud.

Gemeinsam zog man anschließend zur Sendlinger Kirche, um am Mahnmal die Kränze niederzulegen und der Mordweihnacht von 1705 zu gedenken.

Herr Stadtrat Alexander Reissl betonte in seiner Rede, wie wichtig es ist, für die Freiheit zu kämpfen – so, wie es damals die Oberlandler Bauern versucht haben und dafür gestorben sind. Er nahm dabei u. a. auch Bezug auf den seit vier Jahren andauernden Krieg in der Ukraine. Sein Dank galt abschließend dem Trachtenverein Schmied-von-Kochel München-Sendling, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, jährlich an die Geschehnisse von 1705 zu erinnern.

Christoph Hauptvogel, unser neuer 1. Isargauvorstand, wie auch der BA-Vorsitzende von München-Sendling Markus Lutz stellten in ihren Reden vor dem Denkmal den historischen Bezug her, dass der Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit – ein Erinnern an die 300 entwaffneten, verratenen und ermordeten Freiheitskämpfer von damals, auch in unserer heutigen Zeit, wo in vielen Teilen der Welt Kriegsschauplätze sind und Unterdrückung von Völkern herrschen – politisch aktuell ist.

Das Thema wurde abschließend auch von unserem 1. Vorstand Andreas Reich aufgegriffen und betont, dass dieser erste Volksaufstand der Oberlandler Bauern  infolge des spanischen Erbfolgekrieges auch in unserer Vereinssatzung als jährliches Gedenken verankert ist.

Nach den Ansprachen und Kranzniederlegungen am Denkmal ging es wieder zurück zur Gaststätte „Tannengarten“, wo der Gedenktag mit einem gemeinsamen Mittagessen seinen Ausklang fand.

Marcella Lindemeier
1.Schriftführerin

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