Backhaus

Backhäuser sind vereinzelt zwar schon seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesen, ihre flächendeckende Verbreitung begann jedoch erst im 17. Jahrhundert, als in zahlreichen Territorien des Heiligen Römischen Reiches Hausbacköfen wegen der Brandgefahr und des höheren Holzverbrauchs hoheitlich untersagt wurden. Der Bau der Backhäuser wurde zum Teil von spezialisierten Handwerkern übernommen, die in Einzelfällen sogar Zünfte bildeten. Häufig übernahmen auch Maurer von Kirchenbauhütten diese Aufgabe.

In Holzhausen lies Pfarrer Georg Schönhuber 1878 auf der nordwestlichen Seite des Pfarrhofes ein Wasch- und Backhaus errichten. Der Ofen diente zur Versorgung der jeweiligen Pfarrherrn und des am Pfarrhof lebenden Gesindes. Er hat eine große und eine kleine Backkammer. Für den Pfarrer wurden in der großen Kammer Brote mit 5 Pfund gebacken, für die Ehehalten in der kleinen Kammer solche mit drei Pfund. 1975 wurde der Backbetrieb eingestellt. 1982 lies Pfarrer Ostner das Gebäude sanieren und mit einem neuen Dach versehen.

Von 2005 - 2007 wurde das Backhaus von Holzhausener Bürgern renoviert und wieder in Betrieb genommen. Der Backofen hat auch heute noch zwei Backkammern in denen pro Backvorgang insgesamt 120 Kilo-Laibe Brot gebacken werden können. Den Betrieb des Ofens übernimmt seither eine Gruppe von Holzhauser Frauen und Männern. Sie nennen sich „Die Backofenfreunde Holzhausen“ und backen zu unterschiedlichsten Anlässen wohlschmeckendes Holzofenbrot.

--------------------------------------------------------------------------------

1878 wurde auf der nordwestlichen Seite des Pfarrhofes ein Wasch- und Backhaus errichtet

Von 2005 - 2007 wurde das Backhaus von Bürgern aus Holzhausen hergerichtet und auch in Betrieb genommen. Seitdem wird zu entsprechenden Anlässen immer wieder sehr gutes Brot gebacken.

Backhaus vor der Renovierung
Backhaus vor der Renovierung
Das fertige Backhaus
Das fertige Backhaus
Die "Bäcker"
Die "Bäcker"