Allerheiligenspitzerl

Personenanzahl: 1 bis beliebig

Zeitlicher Aufwand: wenig

Ursprung

Man glaubte in katholischen Gegenden, dass die toten Seelen an Allerheiligen und Allerseelen aus dem Fegefeuer in ihre Häuser zurück kämen, um sich auszuruhen. Speis und Trank hat man dazu bereitgestellt. Seelenbrote wurden den Toten mit als Wegzehrung ins Totenreich gegeben. Das erste Brot hat die Hausfrau ins Feuer geworfen, damit es vor Bösem schützt. Im Vordergrund durften sich die Armen die Speisen holen, damit sie sich einmal sattessen konnten. Diese Seelenbrote werden Allerheiligenspitzerl genannt.

Auch bekannt als Allerheiligenstriezerl, Seelenbrote
Kurzbeschreibung

In unserer Gegend wird das Spitzerl aus einem gewöhnlichem Hefeteig mit oder ohne Weinbeeren in Zopfform gebacken. In Ingolstadt und Neuburg an der Donau werden sie in Schiffform als Torte verziert gebacken, darauf ist meist eine Marzipanrose gelegt.

 

In Dietfurt an der Altmühl sehen sie Spitzerl wie Lebkuchen in Schiffform aus und werden am Spitzerlmarkt verkauft.

 

Man geht an Allerheiligen/Allerseelen auf den Friedhof, dort nennt der Priester die Toten im vergangenen Jahr und segnet die Gräber. Danach werden Verwandte zum Kaffeetrinken eingeladen, dabei werden Spitzerl serviert. Bei uns werden sie auseinandergeschnitten und mit Butter und Marmelade zum Kaffee gegessen.

 

Spitzerl werden von den Paten an die Patenkinder verschenkt.

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