Geschäftsstelle (ehemaliger Pfarrhof)

In der Konradinischen Matrikel von 1315 findet der Ort Holzhausen seine erste Erwähnung. Erste Baunachrichten über den Pfarrhof liegen in Form einer Schadensmeldung von 1704 vor. Nach zahlreichen Reparaturen wurde das vollständig aus Holz errichtete Gebäude, in dem unter einem Dach die Wohnräume und die Stallungen zusammengefasst waren, 1784 in der nördlichen Hälfte ausgemauert. 1825/26 kam es unter Einbezug der bereits gemauerten Teile zu einem Neubau, der in seinem Grundriss das alte Holzhaus abbildet. Ab 1951 folgten nach mehreren Umbauten tiefgreifende Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten, wie Klosetteinbau, neue hintere Haustüre, Blitzschutz, Austausch der Bodenbeläge, Türen und Fenster. 1987/88 wurden die Kaminköpfe neu aufgemauert und das Dach neu eingedeckt. Bis 1995 wurde in Holzhausen die letzte Pfarrökonomie der Erzdiözese München und Freising betrieben, von der der Bayerische Trachtenverband das Anwesen 2004 in Erbpacht erwerben konnte.

Heute befinden sich im Erdgeschoss des ehemaligen Pfarrhauses die Geschäftsstellen der Bayerischen Trachtenjugend (seit September 2007), des Bayerischen Trachtenverbandes (seit Februar 2013) und des Fördervereins „Haus der Bayerischen Trachtenkultur und Trachtengeschichte“ sowie im Obergeschoss das Trachtenkulturmuseum.

Zu den Aufgaben der Geschäftsstellen zählt die Entlastung der Ehrenamtlichen von Verwaltungs- und Organisationsaufgaben. Die Verwaltung des Trachtenkulturzentrums mit Seminar- und Belegungsplanung gehört ebenso dazu wie die Korrespondenz mit zahlreichen öffentlichen Stellen, die Zuschussbearbeitung und die Bearbeitung interner und externer Anfragen.

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Nach einem Bericht aus 1704 vom damaligen Pfarrer Hörandt ist ersichtlich, dass vor 2 Jahren Anfang März sein Pfarrhof (Pfarrhaus) zum größten Teil eingefallen sei. Offensichtlich handelte es sich dabei um ein Holzgebäude, in dem die Wohnräume und Stallungen untergebracht waren.

Baurechnungen von 1702 führen an: Der Pfarrhof sei mit Ziegelsteinen „bis auf halben Mann aufgefihrt, zu mehrer versicherung, damit das Holz nit gleich faulen khan“.

  • 1826 wird der Pfarrhof vollständig in Stein errichtet und die Küche gewölbt.
  • 1867 werden die Pfarrgebäude mit Blitzableiter versehen.
  • 1920 wird im Pfarrhof eine Acetylenbeleuchtung eingebaut.
  • 1953/54 erfolgte eine große Instandsetzung des Pfarrhofes, der 1967 eine durchgreifende Innenrenovierung folgte.
  • 1996 verstarb der letzte Pfarrer Ostner des ökonomischen Pfarrhofes.
  • 2004 wird das Areal vom Bayerischen Trachtenverband in Erbpacht übernommen.
  • 2005 – 2008 wurden Renovierungsarbeiten im Pfarrhof vorgenommen, wobei ca. 7.500  Stunden an Eigenleistung erbracht wurden.
Die Geschäftsstelle
Die Geschäftsstelle
Der Briefkasten
Der Briefkasten
Der ehemalige Pfarrhof
Der ehemalige Pfarrhof
Der Pfarrhof während des Umbaus
während des Umbaus
Die fertige Geschäftsstelle
Die fertige Geschäftsstelle