Karfreitag in der Wallfahrtskirche Maria Eck, Gauverband I

Das Winteraustreiben stellen viele Faschingsbräuche dar. Die Sonne lockt so manche Frühlingsblume zum Blühen. Das Winterkleid wird langsam abgelegt .War der Winter früher bei den Frauen zum Ausbessern der Wäsche, ,Strümpfe stricken, Wolle spinnen usw. vorgesehen, so gibt es jetzt Trachtennähkurs-Angebote, wo auch vergessene Nähtechniken wieder gezeigt werden. Wer geschickt ist und gut mitmacht, kann sich das eine oder andere Trachtenstück selbst anfertigen. Zum Ausführen dieser Dirndlg´wander , bietet die Osterzeit Gelegenheiten genügend...
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In der FASTENZEIT ist natürlich noch einfachere Kleidung angesagt. Die Männer tragen in dieser Zeit auch keinen Hutschmuck. Die kurze Lederhose bleibt auch noch bis Ostermontag im Schrank. Der Mittfastenmarkt bietet viel Österliches zum Schauen. Die kunstvoll verzierten Eier, ob bestickt, bemalt, gerizt oder mit Perlen usw kunstvoll gestaltet , sind zu bestaunen. Des boarisch Gwand is da grad recht zum Ausgehen.
Mit dem PALMSONNTAG beginnt die engere Fastenzeit Am Samstag davor wird der Palmbuschen oder „ Palmbam“ vorbereitet.
Für dem Buam aus einer Familie ist es eine Ehre, diesen zur Weihe zu tragen.. Meist hat der Vater den Haselnußstecken geschnitzt. Je nach Gegend sind die Palmbäume unterschiedlich verziert. Mit schöne rote Äpfel oder mit bunten Bändern wo die roten Bänder die fünf Wunden des Gekreuzigten erinnern sollen.. Kleine Palmbüscherl werden mit Buntpapier gestaltet . Tulpen, Rosen, Palmkazerlkreuz und Buchs kommen als Fruchtbarkeitszeichen in der Umrandung..
Der Bua ziagt natürlich des Kirchagwand mit Krawattl, weißem Hemd , schwarze Hose und Trachtenjoppe dazu an. Die Bundhose ist dazu auch angebracht. Wer zu spät an diesem Tag aus dem Bett kam, wird als Palmesel verspottet.
An den nächsten drei Tagen, nach dem Palmsonntag ist Osterputz angesagt. Viele wissen noch, dass der Karfreitag dafür herhalten musste, weil die Männer zu Hause waren. Die Frauen müssen die Wäsche gewaschen haben, weil am Karfreitag nichts auf der Leine hängen darf, das bringt Unglück.. Die Männerhosen müssen aufgedämpft, Hemden und Blusen gebügelt werden.

Altöttinger KirchgängerAm GRÜNDONNERSTAG kann man das „Speispfinstawobbe“ werden, wenn man als letzter aufgestanden ist. Heut gibt’s was Grünes zu Essen. Die Eier vom Gründonnerstag sind für die Speisenweihe bestimmt. Das letzte Abendmahl mit Fußwaschung wird abends mit 12 Männer aus der Pfarrei .den „!2 “ Aposteln dargestellt. Die kommen natürlich im Kirchengwand in die Kirche. Nachher sind Betstunden eingeteilt bis Mitternacht.
Der KARFREITAG ist der strengste Fasttag im Jahr. Die Kirchenglocken werden durch „Ratschen „ ersetzt. (Karfreitagsratschen) . Die Ministranten müssen das schon können.
Auch der Kreuzweg wird mit den Ratschen eingeläutet. Alle 14 Stationen begleitet man mit Rosenkranzgebete mit. Die Kleidung ist dunkel gehalten .Ist doch Jesus Christus ans Kreuz genagelt worden. Am Nachmittag ist Kreuzverehrung.
Am KARSAMSTAG ist kein Gottesdienst ; die Glocken sind noch immer verstummt. Betstunden in Stille während des Tages verteilt, begeht man noch in dunkler Kleidung. Müssen doch im Haushalt noch die Ostereier gefärbt und der Speisenkorb zur Weihe gerichtet werden. Leuchtende Farben werden von den Dirndl des Hauses genommen sollen doch auch etliche rote dabei sein für den Ostermontag zum Verschenken. Heute hat die Karsamstaschlampn die Spötter auf Ihrer Seite.

 

Der OSTERSONNTAG, das Hochfest der Kirche, Christus erstand, der Tod ist überwunden. Auferstehungsfeiher mit Osterfeuer um ½ 5 Uhr Früh Die Osterkerze wird mit den Zeichen Alpha et Omega geweiht und in die finstere Kirche feierlich mit Lumen Christi gebracht. Jetzt ist der große Glockenklang zu hören. Man nimmt das „Gweichte“ und das Feuer mit nach Hause An dem festlich gedeckten Tisch sitzt die Familie zusammen . Jetzt ist Zeit zum Brunchen wie man das in letzter Zeit oft hört. Mir gefällt auch das ausgiebige Frühstück , weil man sich in Ruhe unterhalten kann, Später ist noch das Osternestsuchen der Kinder dran. Zum Oa-Scheibn sind die Kinder gleich bereit.


Am OSTERMONTAG ist Emausgang mit festlichem Gwand. .Mancherorts wird noch der Felderumgang praktiziert. Heut steckt die Freude über Ostern bei den jungen Leuten auch in den Frühlingsfarben der Kleider . Abends geht’s nun endlich wieder zum Tanz - die Burschen mit der Kurzen .die Dirndl mit Sommerdirndl.

Rosemarie Henke

Tanz in Teisendorf

Bayerischer Trachtenverband e.V., Arbeitskreis "G'wandkultur", Peter Eicher (Tel. 08665 / 7678)