Allgäuer Trachtler gehen Wallfahrten

17.06.2017 18:51 von Hans Menzinger

1984 wurde die Gautrachtenwallfahrt in Nesselwang zum ersten Mal durchgeführt. Initiiert hatte sie der damalige Vorstand des Nesselwanger Trachtenvereins „Alpspitzler“ Jakob Martin. Seither findet sie alljährlich am dritten Sonntag im Mai statt. „Im letzten Jahr hat's unten geregnet und bei Maria Trost geschneit“, erinnert sich einer der älteren Teilnehmer an die Wetterkapriolen im vergangenen Jahr. Dieses Mal konnte sie bei idealem Wetter durchgeführt werden. Der Weg führte zahlreiche Abordnungen der 46 im Trachtengau Allgäu zusammengeschlossenen Vereine in diesem Jahr jedoch nicht in die Wallfahrtskirche auf dem Wanker Berg bei Nesselwang. Diese muss umfassend saniert werden und ist daher im Innenraum eingerüstet. In diesem Jahr ging es vom Sportplatz in Nesselwang über die Hammerschmiede über das Wertachtal bis nach Maria Rain in die Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. Kurz vor der Kirche wurden die Gläubigen von den Fahnenabordnungen der teilnehmenden Vereine empfangen und zur Kirche begleitet. Dort wurden sie vom Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Nesselwang-Pfronten, Bernd Leumann, in die Wallfahrtskirche geführt.

Die Pfrontar Buabe unter der Leitung von Christoph Dasser eröffneten den Gottesdienst.

„Die Trachtenvereine haben sich dem Erhalt der Tradition verschrieben“, so Pfarrer Leumann. „Es ist wichtig seine Wurzeln zu kennen. Hierzu gehören auch alte Texte und Lieder, aus denen wir wie die Wurzeln eines Baumes Kraft schöpfen können“.

Dieter Häringer, aus der Gauvorstandschaft, dankte nach dem Gottesdienst allen Beteiligten, allen voran Alfred Unsinn, Vorstand des Nesselwanger Trachtenvereins 'Alpspitzler', Sebastian Allgayer, dem Vorstand des Maria Rainer Trachtenvereins 'Edelweiß' für die Organisation sowie Georg und Markus Boos, die sich während der Prozession den Dienst des Vorbeters teilten. Sein Dank galt auch Pfarrer Bernd Leumann für die würdevolle Gestaltung des Festgottesdienstes.

 

Marina Völkl

Zurück